Honiganalyse Sommer 2017

Mir ist gerade aufgefallen, dass ich die Analyse des Sommerhonigs noch nicht veröffentlicht habe. Dem Versäumnis komme ich hiermit umgehend nach.

Der diesjährige Sommerhonig ist im Vergleich zu den vergangenen Jahren besonders. Die sonst in München sehr dominante Linde hat sich in diesem Jahr nicht hervorgetan. Wie in der Analyse zu sehen, ist die Tracht eine sehr vielfältige gewesen, was für den besonderen Geschmack sorgt.

Eines der wichtigsten Kriterien ist der Wassergehalt, welcher für die Beurteilung der Haltbarkeit und der grundsätzlichen Honigqualität ausschlaggebend ist.

Mit 15,8% Wassergehalt ist der diesjährige Sommerhonig extrem trocken. Ein absolutes Qualitätsmerkmal. Man erkannte den niedrigen Wassergehalt schon beim Schleudern an der Viskosität bzw. Zähigkeit.

Honige über 18% Wassergehalt dürfen gem. dem Deutschen Imkerbund nicht in den Verkehr gebracht werden. Es besteht die Möglichkeit der Gärung.

Restentmilbung 2017 und Standplanungen

Wie angekündigt, erfolgte gestern die jährliche Winterbehandlung gegen die Varroamilbe mit Oxalsäure.

Die erfreulichste Nachricht: Alle Völker haben den Winter bisher überlebt. Ich habe kein Verluste zu vermelden. Sehr schön!

Oxalsäure ist eine organische Säure, die auch natürlicherweise im Honig vorkommt. Auch in vielen Nahrungsmitteln ist sie enthalten, wie z.B. Im Rhabarber oder im Mangold.

Den Bienen schadet die Säure nicht, den Varroamilben hingegen schon.

Das übliche Konzept der Varroabehandlung sieht eine Sommerbehandlung mit Ameisensäure und die Winterbehandlung mit Oxalsäure vor.

Mit wenig Milben belastet, können die Völker stark ins neue Bienenjahr starten.

Nachdem nun der Haderner Krautgarten tatsächlich aufgelöst wurde, bzw. umgezogen ist, musste ich mir auch zur Zukunft meines Haderner Bienenstandes Gedanken machen. Die Bienenvölker am alten Standort zu lassen, macht für mich wenig Sinn. Das Schöne war ja immer die Nähe zum Krautgarten. Aus logistischer und arbeitsökonomischer Sicht war der Stand dort immer eine Herausforderung, gerade deshalb, weil er mit dem Auto nicht zu erreichen war. Kurzum, es gibt für mich keinen vernünftigen Grund mehr, den Haderner Bienenstand aufrechtzuerhalten.

Mit dem Krautgarten nach Martinsried zu ziehen, erscheint auch wenig sinnvoll, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass am neuen Feld schon ein anderer Imker seine derzeit sechs Völker stehen hat. Ich denke, wir würden uns dort in die Quere kommen.

Aus den genannten Gründen ist nun die Entscheidung gefallen, dass die verbliebenen Völker aus Hadern meinen Stand im Forstenrieder Park ergänzen werden. In den nächsten Tagen erfolgt der Umzug dorthin.

Trübes Winterwetter am Stand

Nach dem heutigen Sturm stattete ich den Bienen einen kurzen Besuch ab, um nach dem Rechten zu sehen. Gott sei Dank sind alle Kästen in Ordnung; keine Sturmschäden zu verzeichnen.

Nächste Woche ist die Varroawinterbehandlung geplant. Dazu werde ich einen eigenen Beitrag schreiben.

Beitrag im Bayerischen Fernsehen

Meine Bienen waren im Fernsehen. 

Im Rahmen der Berichterstattung zum Startup http://www.nearBees.de in der Sendung Heimatrauschen wurden einige Szenen auch bei meinem Bienen gedreht:

Beitrag HeimatRauschen

Sommerernte 2017

Hier ein kurzer Beitrag zur Ernte des Sommerhonigs am 09.08.2017

Honigernte 2017 from Krautgartenimker on Vimeo.

Honiganalyse Frühjahrsernte 2017

Bei der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veithöchsheim gibt es ein Honiglabor, das den Honig nach diversen Kriterien untersucht. Die Untersuchung kostet ca. 50 Euro, das Ergebnis ist sehr interessant.

Besonders interessant ist der Wassergehalt von 16,8 %. Der Wassergehalt sollte unter 18 % sein, weil dies die Haltbarkeit des Honigs garantiert. Zu „feuchte“ Honige können ggf. zu gähren anfangen.

Auch sehr interessant ist die Invertase-Zahl. Ein hoher Invertase-Wert, wie z.B. hier mit 131,4 milliSiemens/cm zeugt davon, dass der Honig keine Hitzeschäden erlitten hat. Invertase ist ein Enzym, dem die gesundheitsfördernde Wirkung des Honigs zugesprochen wird.

Sehr spannend ist auch die Pollenanalyse, die Auskunft über die Honigsorte gibt. In meinem Fall handelt es sich um eine bunte Mischung, was den Honig m. E. auch so wertvoll macht. Der Honig enthält auszugsweise Pollen von Kreuzblütlern, Senfblüte Rosengewächsen, Steinobst, Kernobst, Himbeere, Roßkastanien und Birken.

Hier die gesamte Analyse:

Drohnenschlacht 2017

Auch bei meinen Völkern ist der Zeitpunkt der Drohnenschlacht nun gekommen. Die Drohnen (männliche Bienen) werden zur Fortpflanzung nicht mehr benötigt, sie sind in den Augen der Arbeiterinnen nur noch lästige Futtervernichter und arbeiterzeugende Schmarotzer. Drohnen sind nicht einmal alleine in der Lage, sich mit Futter zu versorgen. Sie müssen von den Arbeiterinnen gefüttert werden. Da sich das Bienenvolk nun am Ende der Trachtzeit bereits auf den Winter einrichtet und Futter sparen möchte, werden die Drohnen rigoros aus dem Stock befördert und werden auch nicht mehr gefüttert. Hier ein Video dazu:

Bienenstand im Juli

Die Linde ist nun in den letzten Zügen, der Klee blüht mächtig. Die im Juni geschleuderten Honigräume sind inzwischen schon wieder ordentlich gefüllt. Bald ist wieder Erntezeit! Hier ein kleines Video dazu:

Und hier einige Bilder von Pflanzen, Wildbienen, Honigbienen und Schmetterlingen in der nächsten Umgebung zum Bienenstand im Forstenrieder Park. Ganz in der Nähe des Standes finden die Bienen eine riesige, unbestellte Fläche bzw. Magerwiese.

Frühjahrsernte abgefüllt

Die Frühjahrsernte ist im Glas bzw. Im nearBees Beutel. 

Die Ausbeute in Großhadern war leider ziemlich mickrig. Das liegt zum einen daran, dass ich in Großhadern dieses Jahr weniger Völker habe, zum anderen waren die Völker auch schwach aus dem Winter gekommen. Ein paar Gläschen werden es aus Großhadern aber doch werden. 

Nach derzeitiger Planung werde ich den Stand in Großhadern zum Ende der Saison aufgeben. Leider hat der Haderner Krautgarten aufgrund von Pachtproblemen keinen Fortbestand mehr. Es wird ihn ab nächstem Jahr nicht mehr geben. Damit werden auch die Bienen dort weichen. 

Im Forstenrieder Park sieht die Sache gut aus. Hier haben die Bienen ordentlich gearbeitet und einen wundervoll  lieblichen Frühlingsblütenhonig produziert. 

Dieses Jahr möchte ich den Honig auf seine Bestandteile hin analysieren lassen. Insbesondere die Pollenzusammensetzung ist interessant, weil dadurch auf die verschiedenen Trachtpflanzen rückgeschlossen werden kann. Es wird spannend, zu wissen, welche Blüten von den Bienen im Wald genau angeflogen werden, speziell im Frühjahr. 

Bei nearBees ist der Honig aus Forstenried bereits jetzt verfügbar!

https://nearbees.de/48.09-11.5-MM