Frühjahrsernte abgefüllt und verfügbar

Diesen unsagbar heißen Julitag nutzte ich, um die gesamte Frühjahrsernte in Gläser abzufüllen, die Gläser zu etikettieren und zu stempeln.

Der Frühjahrshonig ist jetzt verfügbar, entweder über http://www.nearbees.de oder direkt bei mir.

In Kürze steht nun die Sommerernte an, die ich auch wieder mit der Kamera begleiten werde..

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Trachtbeobachtung Juli 2019

Auf dem Feld, auf dem im Frühjahr der Löwenzahn so intensiv geblüht hat, steht jetzt im Juli eine Pflanze, die ich bisher nicht identifizieren konnte. Möglicherweise handelt es sich hier um Gründüngung oder vielleicht sogar eine absichtlich angelegte Bienenweide. Die in voller Blütenpracht stehende Wiese wird jedenfalls von allerlei Insekten gerne angenommen. Ich entdeckte viele Hummeln und andere Wildbienen, aber auch Honigbienen tummelten sich an den in unterschiedlicher Farbe blühenden, etwas nach Minze aussehenden Pflanzen.

Wer hat eine Idee? Was für eine Pflanze könnte das sein?

Auszug und Fang eines Bienenschwarms im Juni 2019

Wie im letzten Beitrag schon kurz angeschnitten, haben wir am 19.06.2019 live beobachtet, wie eines meiner Völker ausgeschwärmt ist.

Plötzlich, wie auf Kommando, machten sich abertausende Bienen dieses Volkes inklusive Königin auf den Weg. Ziel: Unbekannt!

Im Frühjahr / Sommer erwacht in den Bienen der natürliche Vermehrungstrieb. Das Volk teilt sich, wenn sichergestellt ist, dass das Restvolk überleben kann, nämlich dann, wenn bereits neue Königinnen im Altvolk heranwachsen.

Die „alte“ Königin fliegt mit einem Großteil des Volkes mit unbekanntem Ziel aus. Zunächst setzt sich die Königin auf einen meist erhöhten Ort in der Nähe der alten Behausung, irgendwann bildet sich um die Königin eine große Bienentraube. Honig wurde für die Reise genug getankt, sodass es sich in dieser Bienentraube manchmal mehrere Tage aushalten lässt. In der Zwischenzeit suchen Scout-Bienen nach einem neuen Zuhause – ein hohler Baum, ein Hohlraum in einem Haus, eine andere, leere Bienenbeute. Wenn genügend Scout-Bienen der Meinung sind, ein adäquates Zuhause gefunden zu haben, macht sich der gesamte Schwarm auf den Weg dorthin und bezieht die neue Heimat.

In unserem Fall konnten wir beobachten, wo sich der Schwarm ganz in der Nähe unseres Bienenstandes niedergelassen hatte. Als sich die Traube beruhigt hatte, fingen wir sie mit Hilfe eines großen Eimers ein und schütten die gesamte Bienenmasse in einen Schwarmfangkasten. Über Nacht konnte sich das Volk in diesem Kasten beruhigen.

Am nächsten Morgen erhielt das neue „Schwarm“volk einen leeren Bienenkasten von uns und hat nun alle Zeit der Welt, sich neu zu entwickeln.

Hier ein kurzes Video zu der gesamten Aktion:

Frühjahrsernte 2019

Am 19.06.2019, wesentlich später, als in den Jahren zuvor, haben wir an unserem Stand im Forstenrieder Park den Frühjahrshonig geschleudert. 

Wir erwarteten aufgrund der schlechten Wetterlage im Mai eine nur sehr mäßige Frühjahrsernte. In den ersten beiden Juniwochen war das Wetter dann jedoch sehr bienenfreundlich und es konnten täglich mengenmäßige Zuwächse in den Honigräumen registriert werden. Da inzwischen auch die Sommerlinde ihre Blüten geöffnet hat und wir eine Vermischung von Frühlingshonig mit dem Sommer- bzw. Lindenhonig vermeiden möchten, entschieden wir uns als Erntetag für den 19. Juni.

Morgens um acht starteten wir unsere Ernteaktion an den Bienenvölkern. Wir prüften jeden Honigraum und entnahmen die mit Honig gefüllten Rähmchen. 

Mit den vollen Honigrähmchen ging es dann weiter in den Schleuderraum unseres Imkervereins, wo dann die eigentliche Arbeit begann.

Die Honigwaben werden zunächst mit einer Entdeckelungsgabel entdeckelt, anschließend in die Honigschleuder gegeben und mehrfach ausgeschleudert. Der Honig fließt aus der Honigschleuder in ein Doppelsieb; das erste, grobe Sieb filtert die gröberen Verunreinigungen (Wachspartikel u.ä.) heraus, im zweiten, feineren Sieb bleiben auch die feineren Partikel zurück.

Nach einigen Stunden im Schleuderraum war die Arbeit dann verrichtet. Die ausgeschleuderten Rähmchen brachten wir wieder zurück an den Bienenstand und gaben sie den Völkern zurück. In den nächsten Wochen haben die Bienen nun Zeit, den Sommerhonig einzutragen.

Den frisch geernteten Honig füllten wir in 20 kg Eimer ab. In wenigen Tagen muss der Honig dann „abgeschäumt“ werden. Feinste Partikel, die auch das Doppelsieb nicht herausfiltern konnte, schwimmen nach einiger Zeit an der Oberfläche auf. Sie werden mit einer speziellen Technik abgeschöpft und zurück bleibt der geklärte und saubere Frühjahrshonig.

Zur Veredelung rühren wir unseren Frühjahrshonig im Anschluss mehrere Male, was zur Bildung einer feinkristallinen Struktur beiträgt, dann kommt der Honig ins Glas.

Bei unserer Rückkehr zum Bienenstand konnten wir ein ganz besonderes Naturschauspiel beobachten. Ein Bienenschwarm machte sich gerade auf den Weg, sein Muttervolk zu verlassen. Zu diesem Bienenschwarm, dem Auszug, dem Schwarmfang und dem späteren Einlogieren des Schwarms werde ich in Kürze ein eigenes Video online stellen, bzw. einen eigenen Blogeintrag verfassen.

Hier ein kurzes Video zu unserer Ernteaktion:

Schietwedder

Seit mittlerweile mehreren Wochen haben wir in München wirklich miserables, regnerisches, kaltes Wetter, mit Temperaturen, die nachts nur knapp über dem Gefrierpunkt und tagsüber oft unter 10 Grad liegen.

Eine ordentliche Kontrolle der Völker hinsichtlich Schwarmtrieb ist derzeit nicht denkbar, Honig ist so gut wie keiner in den Honigräumen.

Die Eisheiligen sind nun eigentlich durchgestanden und am Samstag soll sich die Temperatur auch in Richtung 20 Grad bewegen. Bin mal gespannt.

Die Bienen müssen nun in den nächsten zwei Wochen ordentlich ranklotzen, sonst schaut es finster aus mit der Frühjahrsernte. Die Linde steht schon in den Startlöchern und wird in etwa zwei Wochen ihre Blüten öffnen. Mit der Linde beginnt dann bei uns die Produktion des Sommerhonigs, vorher muss der Frühjahrshonig ausgeschleudert werden.

Für den Geschmack der Bienen war das bisher wirklich ein bescheidenes Frühjahr.

Ein Blick ins Flugloch zeigt, dass sich die Bienen zu einer Art Wintertraube fest zusammengekuschelt haben. Flugverkehr: Fehlanzeige.

Trachtsuche

Ich werde mich ab jetzt immer wieder im Umfeld des Bienenstandes umsehen, um die Trachtsituation genauer kennenzulernen.

Heute fiel mir unweit des Bienenstandes eine riesige Löwenzahnwiese auf, auf welcher auch viele Bienen unterwegs waren. Das sollte uns einen ordentlichen Nektar-und Polleneintrag bringen, denn die Bienen lieben diesen Korbblütler.

Der Vorfrühling ist da

Es geht langsam los. Bei 19 Grad waren die Bienen heute sehr aktiv und flogen stark. Sie bringen reichlich Pollen, wohl hauptsächlich von der Haselnuss, in die Beuten.

Vor einigen Tagen haben wir eine komplette Durchsicht aller Völker gemacht. So weit alles in bester Ordnung und in freudiger Erwartung auf den Vollfrühling. Brut ist in allen Völkern vorhanden, was bedeutet, dass auch jetzt schon neue Bienen schlüpfen. In einigen Wochen werden die Winterbienen langsam sterben und durch eine komplett neue Generation ersetzt werden.

Bald wird es auch Zeit zum Aufsetzen der Honigräume!

Hier ein paar Bilder:

Restentmilbung 2018

Heute, einen Tag vor Silvester, haben wir an unseren Völkern die Restentmilbung mit Oxalsäure durchgeführt.

Bei +2 Grad saßen die Bienen in einer lockeren Wintertraube und flogen beim Öffnen der Beuten teilweise auf.

Ein Volk hat den Winter bisher leider nicht überstanden, die Gründe dafür sind schwer zu erkennen, das Volk war quasi bienenleer.

Die anderen Völker stehen gut da und haben insgesamt noch reichlich Winterfutter.

Gegen Ende Januar werden die Bienen schon wieder mit dem Brüten beginnen, dann steigt auch der Energie- und damit Futterverbrauch.

Varroabehandlung 2018

Gestern erfolgte die notwendige Behandlung der Völker gegen die Varroamilbe. Dazu werden pro Volk ca. 200ml Ameisensäure in die Völker gegeben, die über die nächsten Tage langsam verdampfen.

Den Bienen schadet diese organische und selbst im Honig vorkommende Säure nicht übermäßig, den Milben dazu im Gegensatz schon. 🙂

Wird ein Bienenvolk nicht gegen die Milbe behandelt, stirbt es mit ziemlicher Sicherheit im nächsten Jahr; die Behandlung ist also imkerliches Pflichtprogramm.