Erneute Durchsicht der Völker

Heute fand wieder mal eine Durchsicht der Völker statt, die im Mai/ Juni im Wochenrhythmus durchgeführt werden sollten, um das Schwärmen der Völker zu vermeiden.

Volk 2 nimmt den Honigraum immer besser an und die Waben füllen sich langsam mit duftendem Frühlingsblütenhonig. Der Brutraum ist gesteckt voll mit Brut in allen Stadien und eine intensive Schwarmstimmung ist nicht zu erkennen, obgleich einige wenige Schwarmzellen angelegt wurden, welche ich restlos herausgebrochen habe.
Sobald ich die vierte Komplettbeute von der Fa. Bergwinkel geschickt bekomme, lasse ich eine Schwarmzelle stehen und mache auch vom Volk 2 einen Ableger.

Volk 1 ist durch die Ablegerbildung deutlich geschwächt. Der Honigraum ist zu 50 % gefüllt und teilweise sind die Honigwaben sogar schon verdeckelt, also erntereif.
Bei der heutigen Durchsicht konnte ich die Königin leider nicht entdecken und sah auch keine frischgelegten Eier. Hoffentlich ist die Königin noch da, sonst haben wir wirklich ein Problem. Bei der nächsten Durchsicht werde ich mir das Volk nochmal genauer ansehen müssen. Auch einige Schwarmzellen waren wieder angelegt worden, welche ich entfernen musste.
Falls die Königin nicht mehr im Volk sein sollte, oder ich sie durch ein Missgeschick getötet habe sollte, müsste ich dringend eine Königin zukaufen, sonst ist die Sommertracht deutlich in Gefahr.

Sonderbarerweise war das sonst friedlichere Volk 2 heute ziemlich biestig und angriffslustig. Dies könnte auch an der wechselhaften Witterung gelegen haben.

Schließlich wagte ich noch einen kurzen Blick in das neue Volk 3. Meines Erachtens geht es dem Ableger sehr gut. Die neue Königin ist noch nicht aus ihrer Brutzelle geschlüpft, was aber in den nächsten Tagen passieren müsste. Die Bienen des Ablegers haben wider Erwarten richtig viel Honig (schätzungsweise 3 bis 4 Kilogramm) eingetragen. Jetzt muss nur die Königin noch schlüpfen, sich begatten lassen und in Eiablage gehen, dann steht einer prächtigen Entwicklung nichts mehr im Wege.

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Ableger gebildet

Am Dienstag machte ich erneut eine Durchsicht beider Völker.
Volk 1 hatte einige Schwarmzellen und eine davon war sogar schon verdeckelt. Sobald die erste Schwarmzelle verdeckelt ist, können die ersten Schwärme entstehen, weshalb dringender Handlungsbedarf vorlag. Um dem Schwarm zuvorzukommen, bildete ich einen Ableger vom Volk 1.
Dazu entnimmt man einige Brutwaben, eine Futterwabe und packt diese in eine neue Beute. Die verdeckelte Königinnenzelle muss hierbei auch dabei sein. Die alte Königin muss dringend im alten Volk verbleiben.
Aus der Königinnenzelle wird in wenigen Tagen eine neue Königin schlüpfen, und nach dem Hochzeitsflug wurde somit ein neues Bienenvolk geschaffen.

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Das ist also das neue Volk, Volk Nr. 3.
Hoffentlich habe ich alles richtig gemacht, bei diesem nicht ganz einfachen Unterfangen.

Der Ableger steht nun einige Tage etwas abseits der beiden anderen Völker, um Räuberei zu vermeiden. Bald kommt er dann auf seinen definitiven Standplatz.

Volk 2 wird auch bald bereit für die Ablegerbildung sein, denn an einer Brutwabe entdeckte ich zwei bereits bestiftete Weiselzellen.

Die Völker tragen beide kräftig Nektar ein und machen einen sehr vitalen Eindruck.

Initiative „München summt“ – jetzt auch Bienen auf der Seidlvilla

http://www.muenchen.deutschland-summt.de/seidlvilla.html

Schwarmkontrolle / Absperrgitter auflegen / Wildbau entfernen

Am Sonntag um 11.00 Uhr startete ich mit zwei befreundeten Imkern eine Schwarmkontrolle.
Bei der Schwarmkontrolle wird überprüft, ob sich im Volk Anzeichen finden lassen, die auf einen baldigen Schwarm und somit auf den Verlust eines großem Teils des Bienenvolkes schließen lassen.
Es ist insbesondere zu achten auf:
-Weiselzellen, die die Arbeiterinnen bauen um eine neue Königin nachzuschaffen.
Falls diese auftreten sollten, ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass ich bald ein Schwarm anschickt, die Beute mit der alten Königin zu verlassen.

-das zur Verfügung stehende Raumangebot. Wenig Raum animiert die Bienen zum Schwärmen.

In unserem Fall:

Volk 2 ist gerade dabei, den vor 10 Tagen aufgesetzten Honigraum zu erkunden und dort die Mittelwände zu Waben auszubauen. Es gibt keine Anzeichen für Schwarmstimmung.

Volk 1 hingegen hat den Honigraum voll in Beschlag genommen. Alle Rähmchen sind nahezu komplett ausgebaut worden. Es wird bereits Nektar eingetragen und die Königin hat geringe Flächen auch schon bestiftet.

Auf dem zweiten Bild kann ein Blick in den Honigraum geworfen werden. Schön zu sehen, wie die Mittelwände bereits nach 10 Tagen zu Waben ausgebaut worden sind.

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Nach dem Honigraum wurde der Brutraum inspiziert. Problem, das sich schon beim letzten Mal manifestiert hatte: Am hinteren Ende der Beute habe ich ein Rähmchen zu wenig eingehängt. In den entstandenen Freiraum haben die Bienen im Wildbau eine riesige Fläche Drohnenwabe eingebaut und auch bebrütet. Da dieser Wildbau nicht zu kontrollieren ist, muss er entfernt werden.

Hier sieht man am oberen Rand im Bild den Ansatz des Wildbaus:

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Ansonsten macht das Volk 1 einen starken Eindruck. der Bauraumen (nächstes Bild) ist noch nicht komplett ausgebaut, aber es befindet sich schon Drohnenbrut in ihm. Die Rundmaden sind auf dem Bild gut zu erkennen.

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Es konnten einige Ansätze von Weiselzellen gefunden werden. Diese zögerlichen Versuche werden als Spielnäpfchen bezeichnet und sind keine richtigen Schwarmzellen.
Echte Weiselzellen wurden keine gesichtet – ein gutes Zeichen!

Auf dem nächsten Bild eine Brutwabe wie aus dem Bilderbuch.
Am oberen Rand befindet sich der Honig, den die Bienen zur Aufzucht der Brut benötigen. Direkt darunter ein Kranz mit bunten Pollen, ebenfalls Nahrung für die Brut. Darunter eine große Fläche mit Arbeiterinnenbrut und unten am Rand (die buckligen Zellen) Drohnenbrut.

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Auch die Königin im Volk 1 konnte gesichtet werden:

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Das letzte Bild zeigt noch eine frisch ausgebaute Wabe aus dem Honigraum.

Bei beiden Völkern wurden nun die Absperrgitter zwischen Brut und Honigraum gelegt, sodass der Honigraum tatsächlich nur noch dem Honigsammeln dient.

Um erneuten Wildbau in den Bruträumen zu vermeiden werde ich in den nächsten Tagen Trennschiede einsetzen, um den Leerraum zu verringern.

Zum Schluss noch ein Bild von den anfliegenden Arbeiterinnen:

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