Frühlingsernte 2017

Gestern war es an der Zeit, den Frühlingshonig zu schleudern. 

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Varroabehandlung im Dezember

Bei 8 Grad Außentemperatur konnte ich heute die notwendige Varroabehandlung mit Oxalsäure durchführen. Die Völker sind durchweg mittelstark, Futter sollte für den restlichen Winter noch genug vorhanden sein. 

Eines meiner Völker hat den Winter leider nicht überstanden. Es war fast leergeflogen, einzelne Bienen, die gerade dabei waren, aus den Brutzellen zu schlüpfen, waren in ihren Zellen erfroren. 

Den Grund für den Verlust des Volkes kann ich nicht sicher nennen. Es sieht mir aber stark danach aus, als hätte dieses Volk einen Varroaschaden erlitten. Vielleicht hat meine Varroabehandlung im Sommer nicht richtig angeschlagen. 

Grundsätzlich bin ich aber zufrieden mit der bisherigen Zahl der Völkerverluste. 

Hier ein Bild einer Wabe aus dem verendeten Volk:

Hier ein paar Bilder von der Varroabehandlung:


Und ein kurzes Video:


Ein paar Herbst und Winterimpressionen:

Jetzt haben die Bienen wieder ihre Ruhe. Am 21. Dezember ist der kürzeste Tag im Jahr, danach werden die Tage wieder länger und bereits Ende Januar wird die Königin wieder in Eiablage gehen und das Volk für das kommende Jahr aufbauen. Ab dann steigt auch der Futterverbrauch wieder, da die Bienen Energie zum Brüten benötigen. 

Spätsommer im Wald

Nach der erfolgten Ernte bin ich derzeit mit Füttern und Varroabehandlung beschäftigt. 

Am Bienenstand im Wald sollte nun eigentlich langsam Ruhe einkehren. Bei meinem heutigen Besuch war ich dann aber überrascht von den gelb gesäumten Waldwegen und den sehr fleißigen Sammelbienen. 

Im Forstenrieder Park hat sich die Goldrute ausgebreitet. Bei ihr handelt es sich um einen sog. Neophyten, also um eine Pflanze die ursprünglich nicht bei uns heimisch war. Die Goldrute stammt zum überwiegenden Teil aus den USA. 

Die Bienen freuen sich sehr über diese Pflanze, da sie sehr spät im Jahr noch für einen ordentlichen Pollen- und Nektareintrag sorgt. 

Meine Bienen scheinen ganz verrückt danach zu sein. 

Honigverkauf

Der Frühjahrshonig beider Bienenstände ist jetzt bereits bei nearBees.de verfügbar. Die Abfüllung in Gläser wird noch ein paar Wochen dauern.

nearBees Forstenried

nearBees Hadern

Neuigkeiten im Juni 2016

Habe lange nichts von mir hören lassen, nun aber wieder mal ein Eintrag.

Nachdem ich im Frühjahr wieder Opfer eines Diebstahles wurde, war mir zunächst die Lust am Bloggen vergangen. Im April wurde mir ein komplettes Bienenvolk vom Stand geklaut. Die anderen Völker wurden durch den Dieb schon zum Abtransport vorbereitet (Fluglöcher verklebt usw.), wurden dann aber nicht mitgenommen. Entweder der Dieb wurde gestört, oder er bekam die Kästen einfach nicht bienendicht…

Sehr ärgerlich.

Was gibt es sonst Neues?

Die Völker entwickeln sich teils prächtig, teils gibt es etwas Probleme. Zwei Völker haben die Königin verloren und sind drohnenbrütig geworden. Das bedeutet, dass eine Arbeiterbiene (sog. Afterweisel) wegen des Fehlens einer richtigen Königin beginnt, Eier zu legen. Natürlich kann diese Afterweisel nur unbefruchtete Eier legen, aus welchen dann nur Drohnen schlüpfen können, deshalb nennt sich der Zustand  „Drohnenbrütigkeit“ oder auch „Buckelbrut“. Man erkennt diese Tatsache an der Unausgeglichenheit des Volkes, das zum Aufbrausen neigt. Weiterhin ist das Brutbild typischerweise unregelmäßig und eben buckelig. Hier ein Bild:

Buckelbrut

Buckelbrütige Völker sind im Normalfall nicht mehr zu retten. Würde man eine neue Königin zusetzten, würde die Afterweisel die gute Königin abstechen.

Einzige, sichere Lösung für dieses Problem: Man kehrt alle Bienen einige Meter vom Stand ab. Die Afterweisel kann nicht mehr richtig fliegen und verendet so im Gras. Die Bienen dieses Volkes betteln sich in anderen Völkern ein. So habe ich es dann auch gemacht.

Die Frühjahrsernte fiel durchschnittlich aus, da ich dieses Jahr einige Schwärme verkraften musste. Auch von anderen Imkern habe ich gehört, dass 2016 ein „Schwarmjahr“ ist. Ein abgeschwärmtes Volk bringt nicht mehr viel Honigertrag. Ein paar Gläschen sind es dann schlussendlich aber doch geworden.

Hier zwei Bilder von der Ernte Anfang Juni:

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Besonders schön am Stand in Großhadern ist wirklich das Trachtangebot. Direkt hinter dem Stand liegen hektargroße Magerwiesen, die auch nicht geschnitten werden. Hier blüht es in allen möglichen Farben; für die Bienen ein Paradies:

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Zunächst ist für die Bienen aber die gerade beginnende Lindentracht interessant:

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Eine größere Neuigkeit:

Ich habe einen neuen, zweiten Bienenstand mitten im Wald, im Forstenrieder Park. Der Frühjahrshonig unterscheidet sich geschmacklich schon mal definitiv vom Großhaderner Honig. Der Stand liegt wunderbar ruhig und die Bienen stören dort niemanden. Auch das Arbeiten an den Bienen dort macht Spass.

 

Futterkontrolle Ende Februar

Am 26.02.2016 kontrollierte ich die Völker hinsichtlich des vorhandenen Futtervorrates. Die Bienen sind jetzt bereits in die Brut gegangen, verbrauchen deshalb also mehr Futter.

Vor ca. zwei Wochen habe ich auf manche Völker Futterteig von Apifonda (Südzucker) aufgelegt, da ich den Eindruck hatte, das Futter könnte teilweise nicht reichen. Durch den warmen Winter haben die Bienen ordentlich Futter benötigt und wahrscheinlich habe ich teilweise auch zu knapp eingefüttert.

Interessant ist nun, dass der Futterteig sehr unterschiedlich angenommen wird. Ein Volk hatte die 2.5 kg schon komplett aufgefressen, ein anderes den Futterteig gerade so mal „gekostet“.

Ich schneide in die Plastikverpackungen eine rundliche Öffnung und lege die Pakete mit der Öffnung auf die Rähmchen, bzw. auf die Plastikabdeckfolie, welche ebenfalls ein Loch hat. Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass Feuchtigkeit und Wärme in den Futterbeutel strömen. Feuchtigkeit wird von den Bienen für die Verarbeitung des Zuckerteiges benötigt.

Bienen in der Haselnuss, Februar 2016

Bei frühlingshaften Temperaturen besuchte ich heute die Bienen und führte auch einige Arbeiten durch (dazu bald mehr).

Hier ein kurzes Video über die ersten fleissigen Bienen und das erste Futter: