1. Varroa-Behandlung und 2. Fütterung

Nach einer guten Woche waren alle Futtereimer leergefressen, sodaß ich gleich die erste Varroa Behandlung anschließen konnte.

Es gibt diverse Möglichkeiten, die Ameisensäure in die Völker einzubringen.

Das grundsätzliche System dahinter ist folgendes:

Die Ameisensäure, 60%ig, verdunstet in der Bienenbeute, wirkt auf die Varroen, die an den Bienen ansitzen, aber auch bis in die Brut. Die Varroen überleben den Säuredruck in der Beute nicht und fallen von den Bienen ab.

Ich habe mich dieses Jahr für die Schwammtuchmethode von unten entschieden. Meine Bergwinkelbeuten verfügen über einen gesonderten Varroa-Schub. In diesen kann ich ein handelsübliches Schwammtuch einlegen und die Ameisensäure ( bei einzargigen Völkern etwa 25ml) aufträufeln. Dann Flugloch verkleinern und Bodengitter verschließen, sonst genügt die Säurekonzentration nicht.

So machte ich es also am Dienstag, 13.08.13, 17.00 Uhr.

Als ich nach 24 Stunden den Erfolg überprüfen wollte, war ich erstaunt. Es waren fast keine Varroen gefallen. Es gibt nun zwei Möglichkeiten: Entweder meine Völker sind nahezu varroafrei, was ich mir aber nicht vorstellen kann. Andererseits würde sich diese Erkenntnis mit meinen Feststellungen beim Drohnenbrutschneiden decken. In der verdeckelten Brut habe ich nämlich keine einzige Varroamilbe gefunden.

2. Möglichkeit: Die Schwammtuchmethode von unten ist nicht wirksam. Vielleicht ist die Temperatur am Boden der Beute zu gering , um eine ordentliche Verdampfung zu gewährleisten?!

Die nächste Behandlung werde ich wieder mit Schwammtuch von oben machen.

Nachdem die Ameisensäurebehandlung abgeschlossen war, setzte ich erneut die Futtereimer mit 4kg Zucker und 3 L Wasser auf. Bei einer schnellen Durchsicht davor stellte ich fest:

Volk 1: Brut auf etwa 10 Rähmchen. Das Brutnest ist jetzt genau in der Mitte der beiden Zargen. Wenn man also die obere Brutzarge abnimmt, blickt man direkt ins Innere des Brutnestes. Die Königin ist wirklich unglaublich aktiv und das Volk sehr kräftig und vital.

Volk 2: Brut auf 5 Rähmchen und noch Platz für Futter, ohne das Brutnest zu stark einzuengen.

Volk 3: Brut auf drei Rähmchen und nur sehr wenige Bienen. Das Volk ist etwas schwach.

Volk 4: Brut auf drei Rähmchen. Die aufgesetzte Zarge mit Mittelwänden ist zur hälfte ausgebaut und auch bereits gut mit Futter gefüllt.

 

Volk 1 ist der stärkste „Kitter“. Die Bienen hier produzieren unglaublich viel Propolis und kleistern alles damit zu. Der Unterschied zu den anderen Völkern ist enorm. Nachdem die Fütterung abgeschlossen ist, werde ich bei Volk 1 mal ein Propolisgitter aufsetzen, um anschließend nach wenigen Tagen / Wochen Propolis ernten zu können.

Das Propolis-Gitter ist relativ feinmaschig und animiert die Bienen zum Zukitten mit Propolis. Das Gitter wird dann abgenommen und in den Gefrierschrank gelegt. Anschließend lässt sich das Propolis wunderbar ernten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Propolis

 

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1. Fütterung

Gestern bekamen alle 4 Völker ihre erste Futterration aufgesetzt.
Ich benutze dazu Futtereimer, die im Deckel ein Loch haben, über welches ein feines Gitter gespannt ist.
Diese Eimer fülle ich mit 4 kg Zucker und 3 Litern Wasser.
Wenn die Mischung sich gut aufgelöst hat, setze ich die Eimer verkehrt herum direkt auf die Oberträger der Rähmchen.
Dann eine Leerzarge drauf und einige Tage warten, bis die Eimer komplett leergeschleckt sind.

Die Bienen behandeln das Zuckerwasser wie Nektar. Sie fügen der Flüssigkeit Enzyme hinzu und reduzieren den Wassergehalt. Dieser invertierte Zuckersirup wird anschließend in die Waben eingelagert und auch verdeckelt, genau so wie es mit dem Honig geschieht.

Die Fütterung ist notwendig, da wir das eigentliche Winterfutter, den Honig, gestohlen haben.
Pro Volk rechne ich damit, dass bis April ca. 12 bis 15 kg Winterfutter benötigt werden.

Wie ich im Ernte-Post schrieb, hatte ich tatsächlich die zwei geschleuderten Zargen zum Ausschlecken auf Volk 1 aufgesetzt. Ich dachte mir, es würde nicht besonders eilen und deshalb beließ ich die Zargen bis gestern auf Volk 1.
Dann die Überraschung:
Eine dieser leergeschleuderten Zargen war gestern fast komplett mit Honig gefüllt und sogar schon VERDECKELT!
Wahnsinnige Arbeitsleistung der Bienen.
Diesen späten Honig belasse ich selbstverständlich dem Volk als Winternahrung.

Interessant wäre, ob der so spät gesammelte Honig vielleicht sogar Waldtracht-Anteile hat?!

Nach der ersten Fütterung, in ca. einer Woche, werde ich die erste Varroabehandlung mit Ameisensäure durchführen. Dabei sollte es aber keine 37 Grad mehr haben, weil sonst der Säuredruck in der Beute zu hoch und somit schädlich für die Bienen sein könnte.

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