Durchschau 17.06.13

Am Montag den 17.06.13 unterstützte mich mein Imkerpate bei der Durchsicht. Einen Imker mit 50 Jahren Erfahrung an der Hand zu haben, ist wirklich sehr beruhigend. Er hat die Fähigkeit, die Aufregung und Unsicherheit komplett rauszunehmen und mit den Worten :“Die Natur macht das schon..“, bringt er mich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Zunächst mal ein Bild vom Bienenstand von hinten.
Vorne links ist Volk 4 zu sehen. Rechts im hohen Gras auf einer Palette das Volk 3.
Im Hintergrund Volk 2 (links) und Volk 1 (rechts).

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Wir knöpften uns zunächst die Ableger vor:
Bei Volk 4 konnte die Fluglochverkleinerung entfernt werden. Inzwischen sollten genug Wächterbienen vorhanden sein, die das Flugloch verteidigen zu können.
Die Weiselzelle war bereits geöffnet, was heißt, dass die Königin geschlüpft ist. Leider konnten wir sie bei der Durchsicht nicht finden und es waren auch keine Stifte oder Maden zu erkennen. Bei der nächsten Durchsicht wird man sehen, ob sie in Eiablage gegangen ist und das Volk 4 somit weiselrichtig ist.

Volk 4:

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Volk 3 scheint leider weisellos zu sein. Die Königin hätte längst begattet sein und mit der Eiablage beginnen müssen. Es könnte tatsächlich an der furchtbaren Witterung im Mai liegen, dass aus ihr nichts geworden ist.
Volk 3 bekam eine neue Chance. Wie entnahmen später drei Weiselzellen aus Volk 2 und pflanzten sie mitten in das Brutnest bei Volk 3. Vielleicht schlüpft jetzt eine brauchbare Königin.

Dann die Überraschung:
Volk 1 hat wieder junge Brut. Wie ich weiter unten schrieb, war ja die Königin definitiv fort gewesen.
Nun hatte ich offensichtlich eine Weiselzelle übersehen und das Volk hat sich eine neue Königin nachgezogen. Sehr erfreulich! Da jedoch in den letzten Wochen keine neuen Bienen mehr produziert wurden, nimmt das Volk deutlich an Stärke ab. Sehr schlecht für die in wenigen Tagen beginnende Lindentracht.

Volk 2 ist offensichtlich auch weisellos. Keine Stifte oder Maden zu sehen. Sehr schade, da auch dieses Volk nicht mit voller Kraft für die Linde zur Verfügung steht. Wir entdeckten einige Weiselzellen und beließen diese selbstverständlich (bis auf die, die wir in Volk 3 verpflanzt haben) unangetastet. Hoffentlich schlüpft bald eine gute Königin und hoffentlich wird diese dann auch ordentlich begattet.

In den Honigräumen von Volk 1 und 2 hat sich nicht wirklich viel getan. Das könnte auch daran liegen, dass im Moment eine Trachtlücke vorherrscht. Wie gesagt, in wenigen Tagen startet die Linde. Erst beginnt die Winterlinde und bald danach die Sommerlinde zu blühen.

2 Durchsichten und Ablegerbildung

Am 28.05.13 legte der Regen mal eine kurze Pause ein, sodaß es mir möglich war, eine schnelle Überprüfung der Völker durchzuführen.

Volk 1 hatte keine frische Brut mehr. Die Königin schien tatsächlich verschwunden zu sein.
Ich setzte dem Volk 1 eine komplette, abgefegte Brutwabe aus Volk 2 hinzu (Mit Stiften und Maden in allen Stadien), damit sich das scheinbar weisellose Volk 1 eine neue Königin ziehen konnte.

Volk 2 stand stark da. Viel Brut in allen Stadien, es wurden ordentlich Pollen und Nektar eingetragen. Auch Weiselzellen fand ich vor und entfernte diese zur Schwarmvorbeugung.
Auch von Volk 2 sollte nun ein Ableger gemacht werden, um die Schwarmlust weiter zu unterdrücken.

Volk 3 hatte ich nicht geöffnet, da die Königin um den 28.05.13 geschlüpft sein musste und ich sie nicht bei den Vorbereitungen zum Hochzeitsflug stören wollte.

Am Freitag, den 07.06.13 konnte ich bei strahlendem Sonnenschein eine ausführliche Durchsicht der Völker durchführen.

Volk 1 ist fast brutfrei. Aus der zugesetzten Brutwabe wurden leider keine Weiselzellen gezogen. Warum verstehe ich nicht.
Bin im Moment auch etwas ratlos, wie ich mit diesem Volk weiter verfahren soll. Für die Lindentracht fällt das Volk wohl leider aus. Evtl. könnte ich eine Königin hinzukaufen (ca. 20 Euro). Diese wird von den Bienen aber nur akzeptiert, wenn das Volk komplett brutfrei ist.

Volk 2 platzt nun endgültig aus allen Nähten. Ich bildete einen Ableger nach dem Verfahren, das ich auch bei Volk 1 bzw. 3 angewandt habe. Der neu entstandene Ableger ist also Volk 4.
Problem hierbei war, daß ich auf Teufel komm raus die Königin im Volk 2 nicht finden konnte und es mir somit auch nicht möglich war, sie zu käfigen, um sicherzustellen, daß ich sie nicht versehentlich in den Ableger bringe.
Im Volk 2 musste ich auch haufenweise verdeckelte Weiselzellen feststellen, die ich restlos ausbrach. Jetzt hoffe ich, daß die Königin aus Volk 2 nicht die wärmeren Tage (05.06. und 06.06.) zum Schwärmen genutzt hat und
nun auch das Volk 2 weisellos ist.
Die entnommenen Brutwaben ersetzte ich durch Mittelwände.

Volk 3 entwickelt sich prächtig. Die Weiselzelle ist geöffnet und leer, die Königin also vermutlich geschlüpft. Das ist zunächst mal ein gutes Zeichen. Großes Problem ist aber, daß die Königin aufgrund des kalten und regnerischen Wetters in den letzten
Wochen keine Möglichkeit hatte, auf Hochzeitsflug zu gehen. Das ist dramatisch.
Leider konnte ich auch keine jungen Maden oder Eier finden, ebenso wenig, wie die Königin selbst.
Abwarten.

Insgesamt war ich nach den 1.5 Stunden am Bienenstand etwas frustiert und auch nicht sicher, ob ich alles richtig gemacht und bewertet habe.
Mein Imkerpate wird am Ende der Woche mit mir gemeinsam eine ordentliche Durchsicht machen und dann werden wir uns beratschlagen, wie es weiter geht.

Er ist seit über 50 Jahren Imker und meinte, er habe noch nie ein solch schlechtes Bienenjahr erlebt.
Sogar in den Nachrichten habe ich schon Beiträge zu der aktuellen Situation gesehen. Es wurde mehrfach auch das Thema Königinnenzucht genannt. Das kalte Wetter kam genau in dem Moment, in welchem die Königinnen auf Hochzeitsflug gehen müssten. Ergebnis könnte sein, daß viele viele Königinnen nicht besamt wurden und somit keine vollwertige Legeleistung an den Tag legen werden.

Die Honigräume von Volk 1 und 2 sind übrigens trotzdem recht gut gefüllt. Die Waben sind etwa zu 1/3 bereits verdeckelt, also erntereif.

Erneute Durchsicht der Völker

Heute fand wieder mal eine Durchsicht der Völker statt, die im Mai/ Juni im Wochenrhythmus durchgeführt werden sollten, um das Schwärmen der Völker zu vermeiden.

Volk 2 nimmt den Honigraum immer besser an und die Waben füllen sich langsam mit duftendem Frühlingsblütenhonig. Der Brutraum ist gesteckt voll mit Brut in allen Stadien und eine intensive Schwarmstimmung ist nicht zu erkennen, obgleich einige wenige Schwarmzellen angelegt wurden, welche ich restlos herausgebrochen habe.
Sobald ich die vierte Komplettbeute von der Fa. Bergwinkel geschickt bekomme, lasse ich eine Schwarmzelle stehen und mache auch vom Volk 2 einen Ableger.

Volk 1 ist durch die Ablegerbildung deutlich geschwächt. Der Honigraum ist zu 50 % gefüllt und teilweise sind die Honigwaben sogar schon verdeckelt, also erntereif.
Bei der heutigen Durchsicht konnte ich die Königin leider nicht entdecken und sah auch keine frischgelegten Eier. Hoffentlich ist die Königin noch da, sonst haben wir wirklich ein Problem. Bei der nächsten Durchsicht werde ich mir das Volk nochmal genauer ansehen müssen. Auch einige Schwarmzellen waren wieder angelegt worden, welche ich entfernen musste.
Falls die Königin nicht mehr im Volk sein sollte, oder ich sie durch ein Missgeschick getötet habe sollte, müsste ich dringend eine Königin zukaufen, sonst ist die Sommertracht deutlich in Gefahr.

Sonderbarerweise war das sonst friedlichere Volk 2 heute ziemlich biestig und angriffslustig. Dies könnte auch an der wechselhaften Witterung gelegen haben.

Schließlich wagte ich noch einen kurzen Blick in das neue Volk 3. Meines Erachtens geht es dem Ableger sehr gut. Die neue Königin ist noch nicht aus ihrer Brutzelle geschlüpft, was aber in den nächsten Tagen passieren müsste. Die Bienen des Ablegers haben wider Erwarten richtig viel Honig (schätzungsweise 3 bis 4 Kilogramm) eingetragen. Jetzt muss nur die Königin noch schlüpfen, sich begatten lassen und in Eiablage gehen, dann steht einer prächtigen Entwicklung nichts mehr im Wege.

Ableger gebildet

Am Dienstag machte ich erneut eine Durchsicht beider Völker.
Volk 1 hatte einige Schwarmzellen und eine davon war sogar schon verdeckelt. Sobald die erste Schwarmzelle verdeckelt ist, können die ersten Schwärme entstehen, weshalb dringender Handlungsbedarf vorlag. Um dem Schwarm zuvorzukommen, bildete ich einen Ableger vom Volk 1.
Dazu entnimmt man einige Brutwaben, eine Futterwabe und packt diese in eine neue Beute. Die verdeckelte Königinnenzelle muss hierbei auch dabei sein. Die alte Königin muss dringend im alten Volk verbleiben.
Aus der Königinnenzelle wird in wenigen Tagen eine neue Königin schlüpfen, und nach dem Hochzeitsflug wurde somit ein neues Bienenvolk geschaffen.

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Das ist also das neue Volk, Volk Nr. 3.
Hoffentlich habe ich alles richtig gemacht, bei diesem nicht ganz einfachen Unterfangen.

Der Ableger steht nun einige Tage etwas abseits der beiden anderen Völker, um Räuberei zu vermeiden. Bald kommt er dann auf seinen definitiven Standplatz.

Volk 2 wird auch bald bereit für die Ablegerbildung sein, denn an einer Brutwabe entdeckte ich zwei bereits bestiftete Weiselzellen.

Die Völker tragen beide kräftig Nektar ein und machen einen sehr vitalen Eindruck.

Initiative „München summt“ – jetzt auch Bienen auf der Seidlvilla

http://www.muenchen.deutschland-summt.de/seidlvilla.html

Schwarmkontrolle / Absperrgitter auflegen / Wildbau entfernen

Am Sonntag um 11.00 Uhr startete ich mit zwei befreundeten Imkern eine Schwarmkontrolle.
Bei der Schwarmkontrolle wird überprüft, ob sich im Volk Anzeichen finden lassen, die auf einen baldigen Schwarm und somit auf den Verlust eines großem Teils des Bienenvolkes schließen lassen.
Es ist insbesondere zu achten auf:
-Weiselzellen, die die Arbeiterinnen bauen um eine neue Königin nachzuschaffen.
Falls diese auftreten sollten, ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass ich bald ein Schwarm anschickt, die Beute mit der alten Königin zu verlassen.

-das zur Verfügung stehende Raumangebot. Wenig Raum animiert die Bienen zum Schwärmen.

In unserem Fall:

Volk 2 ist gerade dabei, den vor 10 Tagen aufgesetzten Honigraum zu erkunden und dort die Mittelwände zu Waben auszubauen. Es gibt keine Anzeichen für Schwarmstimmung.

Volk 1 hingegen hat den Honigraum voll in Beschlag genommen. Alle Rähmchen sind nahezu komplett ausgebaut worden. Es wird bereits Nektar eingetragen und die Königin hat geringe Flächen auch schon bestiftet.

Auf dem zweiten Bild kann ein Blick in den Honigraum geworfen werden. Schön zu sehen, wie die Mittelwände bereits nach 10 Tagen zu Waben ausgebaut worden sind.

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Nach dem Honigraum wurde der Brutraum inspiziert. Problem, das sich schon beim letzten Mal manifestiert hatte: Am hinteren Ende der Beute habe ich ein Rähmchen zu wenig eingehängt. In den entstandenen Freiraum haben die Bienen im Wildbau eine riesige Fläche Drohnenwabe eingebaut und auch bebrütet. Da dieser Wildbau nicht zu kontrollieren ist, muss er entfernt werden.

Hier sieht man am oberen Rand im Bild den Ansatz des Wildbaus:

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Ansonsten macht das Volk 1 einen starken Eindruck. der Bauraumen (nächstes Bild) ist noch nicht komplett ausgebaut, aber es befindet sich schon Drohnenbrut in ihm. Die Rundmaden sind auf dem Bild gut zu erkennen.

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Es konnten einige Ansätze von Weiselzellen gefunden werden. Diese zögerlichen Versuche werden als Spielnäpfchen bezeichnet und sind keine richtigen Schwarmzellen.
Echte Weiselzellen wurden keine gesichtet – ein gutes Zeichen!

Auf dem nächsten Bild eine Brutwabe wie aus dem Bilderbuch.
Am oberen Rand befindet sich der Honig, den die Bienen zur Aufzucht der Brut benötigen. Direkt darunter ein Kranz mit bunten Pollen, ebenfalls Nahrung für die Brut. Darunter eine große Fläche mit Arbeiterinnenbrut und unten am Rand (die buckligen Zellen) Drohnenbrut.

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Auch die Königin im Volk 1 konnte gesichtet werden:

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Das letzte Bild zeigt noch eine frisch ausgebaute Wabe aus dem Honigraum.

Bei beiden Völkern wurden nun die Absperrgitter zwischen Brut und Honigraum gelegt, sodass der Honigraum tatsächlich nur noch dem Honigsammeln dient.

Um erneuten Wildbau in den Bruträumen zu vermeiden werde ich in den nächsten Tagen Trennschiede einsetzen, um den Leerraum zu verringern.

Zum Schluss noch ein Bild von den anfliegenden Arbeiterinnen:

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Flugradius unserer Bienen

Der Flugradius der Bienen beträgt ca. 3 km. Falls im Bereich von 3 km nicht genügend Tracht vorhanden sein sollte, können die Bienen sogar bis zu 5 km fliegen.

Um einen Eindruck zu bekommen, wie weit drei Kilometer wirklich sind, empfehle ich die Betrachtung des angehängten Bildes.

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Honigräume aufgesetzt

Am Mittwoch, den 24.04.2013 erfolgte eine erneute Durchsicht der Völker. Ziel war es, zu erkennen, ob die beiden Völker sich ausreichend entwickelt haben, um die Honigräume aufsetzen zu können.
Bei zu schwachen Völkern könnte beim Aufsetzen der HR die Temperatur in der Beute zu stark fallen und somit die Brut verkühlen.

Bei unseren Völkern gab es keinen Grund zur Sorge. Innerhalb einer Woche sind sie nahezu explodiert. Volk 1 hat massig Brut auf 8 Waben. An den unteren Rändern der Rähmchen werden schon viele Drohnenzellen gebaut und auch sonst wird in der Beute ordentlich Wildbau betrieben.
Die Bienen wollen also dringend beschäftigt werden sonst geraten sie wohlmöglich in Schwarmstimmung.

Volk 2 hat auf 6 Waben verdeckelte Brut ( letzte Woche gab es nur eine vernünftige Brutwabe) und hinkt dem Volk 1 insgesamt immer noch etwas hinterher.

Für die Honigräume waren beide Völker ausreichend entwickelt. Ich setzte jeweils eine Zarge mit 10 Rähmchen und Mittelwänden auf. Um die Bienen hochzulocken, hing ich eine mit Bienen besetzte Futterwabe vom Brut- in den Honigraum. Alsbald begannen die Bienen auch zögerlich, den neuen Raum zu erkunden.

Normalerweise wird zwischen Brut- und Honigraum ein Absperrgitter gelegt (es ist so bemessen, dass Arbeiterinnen passieren können, aber die größere Königin nicht durch passt) welches verhindert, dass die Königin in den Honigraum geht und dort Brut anlegt. Um die Besiedlung des HR zu beschleunigen, verzichtete ich zunächst auf das Absperrgitter.
In 10 Tagen werde ich das Absperrgitter auflegen und die Königin in den Brutraum zurückbringen. Dann dient der HR tatsächlich nur noch der Honigsammlung.

In die Brutzargen gab ich jeweils einen Baurahmen. Dieser bezweckt, dass der Bautrieb der Bienen gedämpft wird und dient der Varroabekämpfung.
Der Baurahmen wird, da keine Mittelwand vorgegeben ist, als Drohnenwabe ausgebaut (größere Zellen) und von der Königin mit Drohnen bestiftet.
Die Varroamilbe bevorzugt Drohnenbrut, da diese einige Tage länger für die Entwicklung benötigt.
Bevor also die Drohnenbrut aus dem Drohnenrahmen schlüpft, wird sie ausgeschnitten und somit viel Varroalast aus dem Volk genommen.

Insgesamt sind durch den langen Winter etwas zu wenig Arbeiterinnen vorhanden. Die Frühtracht hat durch das schlagartig warme Wetter sehr plötzlich eingesetzt und kann durch die Bienen nicht voll aufgenommen werden.
Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass wir Frühlingsblütenhonig ernten werden.

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Frühjahrsdurchsicht

Am Sonntag erfolgte nun die erste komplette Durchsicht der Völker. Hierbei wurden alle Waben einzeln begutachtet und überprüft ob noch genug Futter vorhanden ist, ob ordentliche Brut und somit auch eine legefähige Königin vorhanden sind und ob sich über den Winter ggf. Schimmel an Randwaben gebildet hat.

Unsere beiden Völker stehen recht gut da.

Volk 1 (das linke Volk, wenn man vor den Fluglöchern steht), ist geringfügig stärker und verfügt über Brut in allen Stadien ( Stifte, Rundmaden, verdeckelte Brut) auf drei Rähmchen. Futter ist nicht mehr allzu viel vorhanden, da aber in wenigen Tagen die Frühtracht (mit Beginn der Kirschblüte) einsetzt, besteht keine Notwendigkeit der Nachfütterung.
9 von 10 Wabengassen sind gut mit Bienen gefüllt.

Volk 2 ist etwas schwächer, hier sind 7 von 10 Wabengassen mit Bienen gefüllt. Brut in allen Stadien existiert auf 2 Rähmchen und Futter ist reichlich vorhanden.

Insgesamt starker Betrieb an beiden Fluglöchern. Es wird viel Pollen eingetragen (siehe Video), was auch darauf rückschließen lässt, dass gesunde Brut vorhanden ist.
Der Pollen wird zur Herstellung des Futtersaftes benötigt, welcher der Ernährung der Brut dient.

Sobald die Volksstärke entsprechend ist (alle Wabengassen ordentlich mit Bienen gefüllt) werden in einigen Tagen die Honigräume aufgesetzt. Zwischen Brutzarge und Honigraum wird ein sogenanntes Absperrgitter gelegt. Dieses Gitter ermöglicht es den Arbeiterinnen, den
Honigraum zu bevölkern und dort den Honig einzutragen bzw. zuvor die Mittelwände zu Waben auszubauen. Die Königin passt nicht durch das Absperrgitter, womit vermieden wird, dass im Honigraum ein Brutnest angelegt wird.

Das verlinkte Video zeigt den Flugbetrieb in Nahaufnahme, weiterhin den Blick auf die Waben von oben und schließlich noch eine Brutwabe in Nahaufnahme. Auf der Brutwabe sind deutlich die verdeckelte Brut, sowie auch die offenen Brutzellen zu sehen.

Video Frühjahrsdurchsicht

Frühlingserwachen

Liebe Krautgartler,

heute sitze ich mit einem Grinsen und leicht von Stolz geschwellter Brust vor dem Computer.
Trotz des ewig langen Winters scheinen beide Bienenvölker überlebt zu haben, denn als ich heute gegen 16.00 Uhr am Garten vorbei schaute, summte es ganz mächtig an den Fluglöchern.
Natürlich musste ich dieses Spektakel gleich mal per Video festhalten:

Video Erster Flug

Bei ca. 10 Grad Celsius ist es selbstverständlich noch zu kalt, um die erste richtige Durchschau der Völker anzupacken. Da es am Sonntag aber ca. 18 Grad werden soll, bin ich optimistisch, dass dann endlich eine richtige Kontrolle durchgeführt werden kann.
Interessant wird sein, ob die Völker weiselrichtig sind, ob also in beiden Vökern legefähige Königinnen vorhanden sind, ob noch genug Futter zur Verfügung steht und wie das Brutgeschäft so läuft.
In wenigen Tagen / Wochen finden die Bienen dann auch endlich in der Natur wieder Pollen und Nektar und die Volksentwicklung wird rasant voranschreiten.

Nach der heutigen Flugshow bin ich wirklich der festen Überzeugung, dass wir einiges an Honig ernten werden.