Hier musste ich viel lachen !

http://www.der-postillon.com/2011/07/tierschutzer-fordern-boykott-von-honig.html

Unbedingt auch den Kommentar von „Der Red.“ lesen. Bin fast abgebrochen!

Arbeiten Ende August

Inzwischen bin ich mit der zweiten Varroa-Behandlung durch und auch hier fielen relativ wenige Milben. Diesmal wählte ich die Schwammtuch-von-oben-Methode, bemerkte aber keine signifikanten Unterschiede.

Die zweite Futterration wurde gut angenommen, sodaß ich mich am 30.08.13 für eine erneute Fütterung entschied. Zuvor hatte ich die Völker durchgesehen und festgestellt, daß zumindest drei Völker noch Futter vertragen können.

So haben jetzt also alle vier Völker nochmal 4kg Zucker bekommen, insgesamt wurden also 12 kg pro Volk. Die Einzarger müssten damit bedient sein, für die zweizargigen Völker werde ich noch überlegen, ob es eine weitere Ration gibt.

Alle Völker haben noch schöne Brutnester. Beispiel hierfür Volk 1:

Hier noch ein schönes Video einer spätsommerlichen Fluglochbeobachtung. Es ist auffällig, daß Ende August noch so viel Pollen eingetragen wird:

 

1. Varroa-Behandlung und 2. Fütterung

Nach einer guten Woche waren alle Futtereimer leergefressen, sodaß ich gleich die erste Varroa Behandlung anschließen konnte.

Es gibt diverse Möglichkeiten, die Ameisensäure in die Völker einzubringen.

Das grundsätzliche System dahinter ist folgendes:

Die Ameisensäure, 60%ig, verdunstet in der Bienenbeute, wirkt auf die Varroen, die an den Bienen ansitzen, aber auch bis in die Brut. Die Varroen überleben den Säuredruck in der Beute nicht und fallen von den Bienen ab.

Ich habe mich dieses Jahr für die Schwammtuchmethode von unten entschieden. Meine Bergwinkelbeuten verfügen über einen gesonderten Varroa-Schub. In diesen kann ich ein handelsübliches Schwammtuch einlegen und die Ameisensäure ( bei einzargigen Völkern etwa 25ml) aufträufeln. Dann Flugloch verkleinern und Bodengitter verschließen, sonst genügt die Säurekonzentration nicht.

So machte ich es also am Dienstag, 13.08.13, 17.00 Uhr.

Als ich nach 24 Stunden den Erfolg überprüfen wollte, war ich erstaunt. Es waren fast keine Varroen gefallen. Es gibt nun zwei Möglichkeiten: Entweder meine Völker sind nahezu varroafrei, was ich mir aber nicht vorstellen kann. Andererseits würde sich diese Erkenntnis mit meinen Feststellungen beim Drohnenbrutschneiden decken. In der verdeckelten Brut habe ich nämlich keine einzige Varroamilbe gefunden.

2. Möglichkeit: Die Schwammtuchmethode von unten ist nicht wirksam. Vielleicht ist die Temperatur am Boden der Beute zu gering , um eine ordentliche Verdampfung zu gewährleisten?!

Die nächste Behandlung werde ich wieder mit Schwammtuch von oben machen.

Nachdem die Ameisensäurebehandlung abgeschlossen war, setzte ich erneut die Futtereimer mit 4kg Zucker und 3 L Wasser auf. Bei einer schnellen Durchsicht davor stellte ich fest:

Volk 1: Brut auf etwa 10 Rähmchen. Das Brutnest ist jetzt genau in der Mitte der beiden Zargen. Wenn man also die obere Brutzarge abnimmt, blickt man direkt ins Innere des Brutnestes. Die Königin ist wirklich unglaublich aktiv und das Volk sehr kräftig und vital.

Volk 2: Brut auf 5 Rähmchen und noch Platz für Futter, ohne das Brutnest zu stark einzuengen.

Volk 3: Brut auf drei Rähmchen und nur sehr wenige Bienen. Das Volk ist etwas schwach.

Volk 4: Brut auf drei Rähmchen. Die aufgesetzte Zarge mit Mittelwänden ist zur hälfte ausgebaut und auch bereits gut mit Futter gefüllt.

 

Volk 1 ist der stärkste „Kitter“. Die Bienen hier produzieren unglaublich viel Propolis und kleistern alles damit zu. Der Unterschied zu den anderen Völkern ist enorm. Nachdem die Fütterung abgeschlossen ist, werde ich bei Volk 1 mal ein Propolisgitter aufsetzen, um anschließend nach wenigen Tagen / Wochen Propolis ernten zu können.

Das Propolis-Gitter ist relativ feinmaschig und animiert die Bienen zum Zukitten mit Propolis. Das Gitter wird dann abgenommen und in den Gefrierschrank gelegt. Anschließend lässt sich das Propolis wunderbar ernten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Propolis

 

1. Fütterung

Gestern bekamen alle 4 Völker ihre erste Futterration aufgesetzt.
Ich benutze dazu Futtereimer, die im Deckel ein Loch haben, über welches ein feines Gitter gespannt ist.
Diese Eimer fülle ich mit 4 kg Zucker und 3 Litern Wasser.
Wenn die Mischung sich gut aufgelöst hat, setze ich die Eimer verkehrt herum direkt auf die Oberträger der Rähmchen.
Dann eine Leerzarge drauf und einige Tage warten, bis die Eimer komplett leergeschleckt sind.

Die Bienen behandeln das Zuckerwasser wie Nektar. Sie fügen der Flüssigkeit Enzyme hinzu und reduzieren den Wassergehalt. Dieser invertierte Zuckersirup wird anschließend in die Waben eingelagert und auch verdeckelt, genau so wie es mit dem Honig geschieht.

Die Fütterung ist notwendig, da wir das eigentliche Winterfutter, den Honig, gestohlen haben.
Pro Volk rechne ich damit, dass bis April ca. 12 bis 15 kg Winterfutter benötigt werden.

Wie ich im Ernte-Post schrieb, hatte ich tatsächlich die zwei geschleuderten Zargen zum Ausschlecken auf Volk 1 aufgesetzt. Ich dachte mir, es würde nicht besonders eilen und deshalb beließ ich die Zargen bis gestern auf Volk 1.
Dann die Überraschung:
Eine dieser leergeschleuderten Zargen war gestern fast komplett mit Honig gefüllt und sogar schon VERDECKELT!
Wahnsinnige Arbeitsleistung der Bienen.
Diesen späten Honig belasse ich selbstverständlich dem Volk als Winternahrung.

Interessant wäre, ob der so spät gesammelte Honig vielleicht sogar Waldtracht-Anteile hat?!

Nach der ersten Fütterung, in ca. einer Woche, werde ich die erste Varroabehandlung mit Ameisensäure durchführen. Dabei sollte es aber keine 37 Grad mehr haben, weil sonst der Säuredruck in der Beute zu hoch und somit schädlich für die Bienen sein könnte.

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Ernte!

Heute konnte endlich geerntet werden.

Zusammen mit einem befreundeten Imker holte ich um 08.00 Uhr die Rähmchen aus den Honigräumen. Bei Volk 1 war der Honigraum stark bevölkert und die Waben mussten ordentlich abgekehrt werden.

Im Volk 2 waren fast keine Bienen im Honigraum und das Herausholen der Rähmchen somit sehr einfach. Die vollen Honigwaben packten wir in praktische Plastikboxen des Imkerkollegen und machten uns damit auf den Weg nach Lochhausen in den Imkerverein. Dort gibt es einen Raum mit Schleuder und allen notwendigen Mitteln, um ordentlich arbeiten zu können.

Das Schleudern hat unglaublichen Spass gemacht. Alles roch plötzlich stark nach Honig und aus der Schleuder floss literweise das wertvolle Elexir !

Die geschleuderten Waben gab ich dem Volk 1 zum „Ausschlecken“.

Der Honig  bleibt jetzt ein Tag stehen, damit sich die Wachs- und Pollenreste oben absetzen können. Diese werden in den nächsten Tagen abgeschöpft und dann ist der Honig bereit zum Portionieren.

 

Tolle Sache, wirklich ! 🙂

 

Im Video ist die Ernte in Kurzform zu sehen:

Die Linde ist durch!

Am 18.07.13 wollte ich mich nur kurz im die beiden Ableger kümmern.

Da ich festgestellt hatte, daß Volk 4 mächtig Bienen produziert und diese einen starken Bautrieb an den Tag legen, überlegte ich mir, wie ich dies zu dieser späten Jahreszeit noch nutzen könnte.

Honig ist aus Volk 4 nicht mehr herauszuholen, dieses Jahr, da mache ich mir keine Illusionen. Die Lindenblüte ist jetzt endgültig durch in München und somit existiert auch keine lohnende Tracht mehr in Großhadern.

Da ich mir immer noch nicht sicher bin, ob ich die Völker auf einer oder auf zwei Zargen überwintern lassen soll, entschloss ich mich zu folgendem Experiment:

Ich setzte eine komplette Zarge mit Mittelwänden auf Volk 4 auf. Vom Gefühl her würde ich sagen, daß die Rähmchen bestimmt noch ausgebaut werden. Vielleicht entschließt sich die Königin auch noch, den oberen Brutraum zu bestiften. In diesem Fall hätte ich dann über den Winter tatsächlich ein Volk auf zwei Bruträumen.

Die restlichen drei Völker werde ich auf einem Raum überwintern.

Volk 3 macht bei der Durchsicht einen etwas schwächlichen Eindruck, weist jedoch ein dezentes, verdeckeltes Brutnest auf.

Am Montag, den 22.07.13 werde ich die Honigräume von Volk 1 und 2 schleudern.

Es geht bergauf!

Bei strahlendem Sonnenschein sah ich mir heute um 09.30 Uhr die vier Völker an.

In allen vier Völkern sah ich Brut! Auch die Königin in Volk 3 beginnt zu legen. Volk 4 ist so stark, daß ich mir überlege, eine weitere Zarge aufzusetzen und so zumindest Mittelwände ausbauen lassen kann. Könnte mir aber auch gut vorstellen, daß das Volk sogar noch ordentlich Honig einträgt. Über den Rähmchen, quasi zwischen den Rähmchen und dem Deckel ist einiges an Wildbau entstanden, den ich leider entfernen musste. Um den Wildbau in Zukunft zu verhindern, bekam Volk 4, so wie alle anderen Völker, eine Folie auf die Rähmchen.

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Der Wildbau enthielt Honig, den ich natürlich restlos aufgeputzt habe. Der Geschmack unterscheidet sich deutlich vom Frühlingsblütenhonig und auch die Färbung ist dunkler. Ziemlich sicher handelt es sich um Lindenblütenhonig.

Bei Volk 4 fiel mir noch auf, daß die Bienen nicht in Richtung Krautgarten fliegen, sondern genau in die andere Richtung, nämlich in den Wald. Wäre interessant, ob es dieses Jahr die ein oder andere Blattlaus dort gibt, die „Nektar“ spendet.

Volk 2 entwickelt sich gut. Keine Neuerungen.

Volk 1 platzt brutmäßig aus allen Nähten. Alle 10 Rähmchen im  Brutraum sind zugepflastert mit, teils sogar verdeckelter Brut.

Die Bienen sind insgesamt wesentlich freundlicher und entspannter, als noch zur Schwarmzeit im Mai. Kurzzeitig traute ich mich sogar ohne Handschuhe an die Kästen. Vermutlich sind sie im Moment einfach zu beschäftigt mit der Linde!

Am Ende entfernte ich nun endgültig die Fluglochkeile bei Volk 1 und 2 und brachte zusätzlich noch Anflugbretter an, die ich bei Bergwinkel erstanden habe. Über die richtige Anbringung der Bretter bin ich mir nicht ganz sicher, es wird sich aber zeigen, ob die ein oder andere Biene sich dort niederlassen wird, wenn mal Stau vor dem Flugloch herrschen sollte.

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Besuch eines Schwarmes im Krautgarten + Durchschau

Video Schwarm

Am Sonntag, den 30. Juni 2013, bekam ich gegen 16.00 Uhr einen Anruf aus dem Krautgarten. Es habe sich ein Schwarm in einem Baum nahe unserer Bienen gesammelt.
Aufregung machte sich bei mir breit. Meine Bienen können es eigentlich nicht sein, dachte ich, da ich ja ordentliche Schwarmverhinderung betrieben hatte.
Ich packte also das nötige Werkzeug ein und machte mich auf den Weg. Da ich noch nie einen Schwarm gefangen habe, ja nicht mal einen gesehen hatte, versuchte ich meinen Imkerpaten zu erreichen. Leider war er scheinbar ausgeflogen. Ich versuchte einen anderen Imkerkollegen anzurufen, doch auch der war, trotz Telefonterror meinerseits, nicht ans Rohr zu bekommen.

So stand ich also im Krautgarten, über mir an einem Ast ein ca. 2 kg schwerer, toller Bienenschwarm, auf ca. 3,50 m Höhe und kein Mensch der mir hätte helfen können.
Leiter hatte ich natürlich auch keine.

Ich dachte mir: „Einen Versuch hast du!“ ,also stelle ich eine leere Beute unter den Schwarm und schüttelte den Ast kräftig. Die meisten Bienen erreichten den Boden gar nicht, sondern flogen bereits zuvor aufgeregt auf. In der Kiste landeten vielleicht 100 Bienen, wenn überhaupt.
Nach kurzem Schwärmen setzten sich die Bienen erneut an einen benachbarten Baum.
Die leere Beute beließ ich in der Nähe stehen, in der Hoffnung, der Schwarm würde vielleicht den Wert dieser Behausung selbst erkennen.

Am Montag 19.30 Uhr wollte ich einen erneuten Fangversuch starten, hier hatte sich der Schwarm aber bereits in unbekannte Richtung verabschiedet. Wirklich schade, denn ich hätte dem neuen Volk sehr gerne Asyl gegeben.

Am Montag Abend führte ich auch noch eine kurze Durchschau an unseren Völkern durch, welche mich zumindest in der Ansicht bestärkte, dass der Schwarm nicht aus unseren Völkern stammte.

Durchsicht:

Volk 4:
Schon am Flugloch war zu erkennen, dass die Arbeiterinnen ordentlich Pollen eintragen, es also frische Brut geben müsste. Beim Öffnen bestätigte sich erfreulicherweise diese Vermutung. Auf 3 Rähmchen war junge Brut zu erkennen. Da der Platz scheinbar knapp wird, hängte ich noch 3 Mittelwände dazu.
Das Volk macht einen guten Eindruck.

Volk 3:
Die zugehängte Weiselzelle war nicht mehr aufzufinden und es gab noch reichlich Drohnen im Volk, was ein Zeichen dafür ist, dass keine Königin im Volk ist.
Keine Brut zu sehen.
Schlechtes Zeichen. Da ich nun keinerlei Weiselzellen mehr zur Verfügung habe, bleiben zwei Möglichkeiten: Entweder eine Königin zukaufen, oder das Volk auflösen. Ich mache mir hierzu in den nächsten Tagen Gedanken, bzw. halte nochmal Rücksprache mit meinem Paten.

Volk 2:
Immernoch keine Königin oder frische Brut in Sicht, aber jede Menge geschlüpfte Weiselzellen. Hier dürfte sich in den nächsten Tagen zeigen, ob eine ordentliche Königin geboren wurde, sonst heißt es auch hier: Königin zukaufen!

Volk 1:
Brut in allen Stadien.
Baurahmen wird regelmäßig ausgebaut.
Nektar und Pollen wird eingetragen.
Tolles Volk.

Ich werde jetzt noch vielleicht zwei Wochen der Lindenblüte abwarten, die gerade in vollem Gange ist und dann meine erste Schleuderung starten. Bin schon gespannt.
Gigantisch, wie stark die Linde in München vertreten ist. Wer mit offenem Fenster diese Tage durch München fährt, kann überall den süßen Duft dieses tollen Baumes genießen!! Die Linde ist ein sehr starker Nektarspender.